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Hans und Sophie Scholl
Hans (* 1918) und Sophie (*1921) Scholl waren die bekanntesten Mitglieder der Widerstandgruppe 'Die Weisse Rose' im Dritten Reich. Geboren in Ingersheim-Altenmünster und Forchtenberg zogen sie zusammen mit ihrer Familie 1932 nach Ulm, wo beide aufwuchsen und die Schule besuchten.
1942 zog Sophie, nach München, um dort Biologie und Philosophie zu studieren. Ihr Bruder Hans, der bereits seit längerem in München Medizin studierte und dem Regime Hitlers sehr kritisch gegenüber stand, führte sie in seinen Freundeskreis ein.
Als Sophie herausfand, dass ihr Bruder Widerstand leistete, wandte auch sie sich diesem zu und verteilte mit anderen in der Münchener Universität Flugblätter der 'Weissen Rose', die zur Wahrung der Grundrechte, mehr Moral und zur freien Meinungsäußerung aufriefen.
Nach Ende des Sommersemesters fuhr Sophie Scholl nach Ulm zu Ihren Eltern und musste dort beim RAD in einem Rüstungsbetrieb arbeiten.
Im Oktober 1942 kehrten sie nach München zurück und verteilte weitere Flugblätter in der Universität. Am 18.2.1943 wurden Hans und Sophie Scholl dabei erwischt und inhaftiert. Vier Tage später wurde ihnen und dem mitangeklagten Christoph Probst der Prozess gemacht, an deren Ende des Todesurteil stand.
Dieses wurde noch am gleichen Tag vollstreckt.
Quelle: Broschüre 'Hans und Sophie Scholl' Herausgeber: Stadt Ulm |