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Karl Heinrich Kässbohrer
Karl Heinrich Kässbohrer wurde am 6. September 1864 in Ulm geboren. Als Unternehmer und Fahrzeugbauer war er der Firmengründer der Kässbohrer Fahrzeugwerke.
Karl Kässbohrer erlernte nicht mehr das Schiffbauer-Handwerk - wie noch zwei seiner Brüder (Ulmer Ordinari-Schiffe für Fahrten donauabwärts nach Wien, Budapest, Belgrad und bis ins Schwarze Meer), sondern wurde einem Wagnermeister in die Lehre gegeben. Nach deren Beendigung zog er nach Stuttgart, München und Wien, um sich im Bau von Kutschen weiterzubilden und das wagenbautechnische Zeichnen zu erlernen.
1893 macht er sich selbständig und gründet als Stellmacher und Wagnermeister mitten in der Ulmer Altstadt eine Wagenfabrik. Der Betrieb lebte zunächst hauptsächlich von Reparaturarbeiten. 1897 konnte der erste komplette Brückenwagen ausgeliefert werden.
1907 ist die Geburtsstunde der Omnibusfertigung bei Kässbohrer, als ein Fahrzeug für kombinierten Personen- und Güterverkehr gefertigt und zum Patent angemeldet wird. Zudem stellt Kässbohrer Karosserien für edle Pkw her, wie z. B. für Studebaker oder für den Lancia Lambda. Mit letzterem Fahrzeug sammelte Kässbohrer erste Erfahrungen mit selbsttragenden Karosserien. Diese Kenntnisse nutzte sein Sohn Otto für die Entwicklung des weltbekannten SETRA-Busses (SE für selbst und TRA für tragend).
Käßbohrer entwickelte 1922 den zunächst noch vollgummibereiften Lastwagen-Anhänger bevor er plötzlich am 26. Dezember 1922 starb.
(Quelle: Wikipedia 02/2009) |