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Die Steinzeit im Lonetal – Mord, Totenkult und Kunstwerke

Gleich drei Höhlen, die das UNESCO Weltkulturerbe in der Ulmer Region prägen, können wir auf dieser Wanderung besuchen. Ebenso gibt es drei Varianten der Strecke: die kleine Familientour mit nur fünf Kilometer, die große Familientour mit knapp 12 Kilometer und sportlich ambitionierte Wanderer können gleich 16 Kilometer unter die Sohlen nehmen.
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Jetzt lasst uns starten: Die Wanderschuhe schnüren wir am Gasthof Lindenau bei Rammingen, denn nach der Wanderung lässt es sich hier gemütlich ausspannen. Die kleine und große Familientour folgt gleich dem Neandertalerweg direkt zur Bocksteinhöhle. Ambitionierte Wanderer bauen einen Umweg ein und folgen dem roten Dreieck bis zum Geißentäle bei Setzingen, von dort dann gemütlich über Wiesenwege dem HW 4 folgend zur Bocksteinhöhle.

Der Anfang ist gemütlich, es geht vorbei an Streuobstwiesen und Schafweiden, hinein in einen kühlen Bannwald zu einem Alb typischen Trockental bei Setzingen. Die Bocksteinhöhle wurde schon vor 70.000 Jahren zumindest als zeitweiliger Unterschlupf genutzt. Vorteilhaft war ihre Lage, die Höhlenöffnung war zur Nachmittagssonne ausgerichtet. Der Weg dorthin ist kurz mal steil. Vor der Bocksteinhöhle gibt es rechts die Bocksteinschmiede – für Kinder eine gute Gelegenheit, Höhlenforscher zu spielen.

Auf einem breiten Waldweg mit Mammutbäumen wandern wir nun oberhalb des Lonetales auf dem Neandertalerweg weiter bis links ein Waldpfad abzweigt. An einer Doline (Senke) vorbei geht es zu einer Wegkreuzung beim Hohlenstein-Stadel. Die kleine Familientour führt von hier zurück zur Lindenau und deren Eistheke. Die große Familientour und die Tour für Ambitionierte folgen weiter dem Neandertalerweg.

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Der Hohlenstein war sicher ungemütlicher. Sein Ausgang zeigt nach Norden. Brrr! Hier fanden Archäologen am Höhleneingang drei vom Körper abgetrennte Köpfe, zwei davon wurden erschlagen – vor rund 9.000 Jahren. Was war da los? Ein Oberschenkelknochen eines Neandertalers sowie tausende Menschen- und Tierknochen wurde im Hohlenstein gefunden. Und eben der Star der Region: Der Löwenmensch, die bislang älteste Mensch-Tier-Skulptur und damit eines der ältesten Kunstwerke der Menschheit.

Den Abschluss der Höhlentrilogie bildet die Vogelherd-Höhle. Weltberühmt wurde sie durch den Fund von 11 Figuren aus Mammutelfenbein, die mit einem geschätzten Alter von 32.000 Jahren zu den ältesten Kunstwerken der Welt gehören. Sie liegt im Archäopark Vogelherd Niederstotzingen, der mit interaktiven Themenplätzen zum Mitmachen einlädt.

Den Rückweg finden wir über den Ort ›Stetten ob Lonetal‹, vorbei am ›Rittergut Stetten‹ über die Albhochfläche und Felder zur Lindenau. Dort lockt eine zünftige Einkehr mit kühlem Bier zu einer verdienten Rast.

Facts & Links

Tour für Ambitionierte (lila Tour): 16,6 km; Dauer: 5:30 Stunden; Höhenmeter: 211
Große Familientour (gelbe Tour): 11,7 km; Dauer: 3:30 Stunden; Höhenmeter: 163
Kleine Familientour (blaue Tour): 5,5 km; Dauer: 90 Minuten; Höhenmeter: 118

 

Links zu den Touren mit GPS-Daten auf alpenvereinaktiv:
Tour für Ambitionierte
Große Familientour
Kleine Familientour 

Übrigens: Zwischen der Bocksteinhöhle und dem Hohlenstein-Stadel ist ein Verkaufstand in einem Jägerhochsitz, dort gibt es Waldhonig!

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man die Höhlen auch erreichen. Dann ist der Start am Archäopark Vogelherd günstig: Mit der Bahn nach Niederstotzingen, dann weiter mit der Buslinie 59 (Fahrplanauskunft DING)