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Kunstschmaus im Museum Brot und Kunst – Kunst-Häppchen in der Mittagspause

In unserem Auftrag erkundet die Ulmer Moderatorin und Redakteurin Dana Hoffmann in der Reihe ›KulTour mit Dana‹ Kultureinrichtungen in der Zweilandstadt und erzählt ihre Erlebnisse.
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Kunst statt Kässpätzle? Ja, unbedingt! Was im ersten Moment eher unschwäbisch klingen mag, ist in Wirklichkeit ein tolles Angebot des ›Museum Brot und Kunst‹. Wer in der Mittagszeit auf der Suche nach bekömmlichen Häppchen für Kopf und Magen ist, kommt beim ›Kunstschmaus‹ auf seine oder ihre Kosten. An jedem ersten Mittwoch im Monat gibt es diesen Ausflug in ausgesuchte Gebiete der Kunstgeschichte mit wechselnden thematischen Schwerpunkten.

›Stillleben‹ – das Thema im September-Kunstschmaus – ist nicht gerade die Gattung, mit der man die Massen ins Museum lockt. Zum Glück, denn so kommen die elf Besucherinnen und Besucher in den exklusiv anmutenden Genuss einer interessanten und kurzweiligen Schwerpunkt-Führung. Angelika Held, freie Mitarbeiterin des Museums, schlägt einen eleganten, inhaltlich stringenten Bogen vom Stillleben des 17. Jahrhunderts über ein Gemälde aus der ehemaligen DDR bis zur ›Eat Art‹ von Daniel Spoerri, bei der sogar eine echte Lampe den Tisch beleuchtet. Inhalt aller Werke ist, natürlich, das Brot. Dessen durchaus häufige Darstellung in der Kunst sei letztlich nur konsequent, berichtet die Kunsthistorikerin Angelika Held, da Brot das älteste vom Menschen erfundene Lebensmittel sei.

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Brot als Kulturgut ist ebenso Thema des Museums als auch die zentrale Frage nach besserer und gerechter Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung. ›Wer das Brot näher betrachtet, sieht unsere Gesellschaft mit geschärften Augen‹, heißt es in einer Veröffentlichung des Museums. Die Sammlung umfasst Objekte aus kultur-, sozial- und technikgeschichtlichen Zusammenhängen. Ein besonderes Augenmerk gilt aber der Kunst. Sie erlaube es laut Museumsinfos, das große Thema Brot und Nahrung aus überraschenden Perspektiven zu betrachten.

Der kunsthistorische Teil des ›Kunstschmaus‹ nähert sich nach einer guten Stunde dem Ende. Den Abschluss der Tour bildet wie jeden Monat ein kleiner Imbiss für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – stets passend zum Thema und geschmackvoll arrangiert im dritten Stock des Museums. Stillleben-like gibt es an diesem Tag eine Auswahl an Brot-Spezialitäten einer Ulmer Bäckerei, verschiedene Käsesorten und Trauben sowie Wein, Wasser und Saft. In lockerer Runde beantwortet Angelika Held noch ein paar Fragen, dann verabschieden sich die Ersten: die Mittagspause sei vorbei.

Ein paar Wenige nehmen das Angebot wahr, sich im Anschluss noch den Rest der Ausstellung anzuschauen. Das lohnt sich gleichermaßen für Einheimische und Gäste, die nach dem ›Kunstschmaus‹ noch Lust auf mehr haben.

Weitere Info

Nach längerer Umbau-Pause präsentiert sich die Dauerausstellung im historischen Salzstadel nämlich seit Sommer 2019 in einem neuen Design, umrahmt von wechselnden Zusatz-Angeboten und einer neuen permanenten Medieninstallation zum Thema Welternährung.

Der Kunstschmaus findet jeden ersten Mittwoch im Monat statt, Start ist um 12 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht zwingend, wird aber empfohlen. Die Teilnahme kostet inkl. Imbiss und Getränke 10,00 EUR (erm.) oder 11,00 EUR.
https://www.museumbrotundkunst.de