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Neubeginn mit starkem Zeichen

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Es gibt wieder jüdisches Leben in Ulm. Sichtbarer Ausdruck davon ist die neue Synagoge auf dem Weinhof. Eingeweiht am 02. Dezember 2012 steht sie nahe der Stelle, wo sich ihr Vorgängerbau aus dem 19. Jahrhundert befunden hat.

Nachdem in den 1990er Jahren die Zahl der in Ulm lebenden Juden wieder stetig anstieg, konnte im Jahr 2000 mit der Ankunft des Rabbiners Shneur Trebnik das im Verlauf der Shoa ausgelöschte jüdische Gemeindeleben neu aufgebaut werden. Weil es in den zwischenzeitlichen Gebets- und Gemeinderäumen bald zu eng wurde, stellte sich der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg die Aufgabe für einen Neubau. Der Ulmer Gemeinderat bot hierfür einen Platz auf dem Weinhof an und damit an prominenter Stelle mitten im historischen Stadtzentrum.

Gar nicht ›histor(ist)isch‹, sondern klar und kantig, aber gleichfalls anspielungsreich ist die Formensprache des vom Kölner Büro ›kister, scheithauer, gross‹ entwickelten Kubus. Er enthält neben der eigentlichen Synagoge und der Mikwe (Ritualbad) einen Versammlungssaal, Schul- und Verwaltungsräume sowie einen Kindergarten mit einem nicht einsehbaren Innenhof.

Keineswegs zufällig ist der Gebetssaal nach Südosten ausgerichtet – und damit geographisch exakt nach Jerusalem als dem religiösen Zentrum des Judentums. Ein aus Davidsternen gebildetes Muster mit über 600 Öffnungen markiert nach außen den wichtigsten Raum mit seinem liturgischen Herzstück, der Thorarolle, und erzeugt in diesem eine reichhaltige Illumination.
Dem Neubeginn kam eine große politische Bedeutung zu, unterstrichen mit der Anwesenheit des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland bei der Eröffnung. Joachim Gauck schloss seine Festansprache mit den Worten: ›Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich bin, den heutigen Tag erleben zu dürfen.‹

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